IKS-Wissen worauf es ankommt
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Demenz

 

Weiterbildung Demenz

Biografiearbeit

Die kleinen Welt der Menschen mit Demenz
Wir lernen “dementisch” denken, handeln, kommunizieren

© Die Fähigkeit achtsam mit sich selbst zu sein
Herausforderung in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz

Erinnerungspflege

Das Auge isst mit

Das demenz-balance-Modell
Durch eigenes Erleben Erkenntnis und Einfühlungsvermögen
für Menschen mit Demenz stärken

 

Weiterbildung Demenz

Unter Demenz versteht man eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns. In Deutschland sind fast 1,4 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, die Tendenz ist steigend. Demenz ist folglich in der ambulanten und stationären Altenhilfe aber ebenso auch in der Behindertenhilfe ein wichtiges Thema.

Menschen, die an Demenz erkrankt sind brauchen eine ganz besondere Zuwendung.
Wichtige Aspekte sind hierbei die „einfühlsame Kommunikation“ sowie eine besondere Pflege und Begleitung. Biografiearbeit und Erinnerungspflege sind dabei hilfreiche In-strumente. Im Umgang mit Demenzerkrankten sollte aber auch die eigene Belastungs-fähigkeit nicht aus dem Blick genommen werden. Nähe und Distanz, achtsamer Umgang sind Stichworte, die oft als selbstverständlich genannt werden. Was bedeuten sie wirklich im alltäglichen Umgang mit dementiell Erkrankten? Wie viel kann und will ich geben?
Diese Themen werden in unserer Fortbildungsreihe zum Thema Demenz  aufgegriffen. Der Kurs ist modular aufgebaut, es können auch einzelne Themen gebucht werden. Bei Buchung der ganzen Reihe können Sie am Ende eine Facharbeit schreiben und erhalten ein Zertifikat.
 

Module im Überblick (auch einzeln buchbar)
 

Modul 1   demenz-balance-Modell©
Durch eigenes Erleben Erkenntnis und Einfühlungsvermögen
für Menschen mit Demenz stärken

Modul 2    Die kleine Welt der Menschen mit Demenz
Wir lernen „dementisch“ zu denken, handeln, kommunizieren

Modul 3    „Erinnerungspflege“

Modul 4    Biografiearbeit
 

 

 

Biografiearbeit

Termin               n.A.          jeweils 14.00 bis 18.00 Uhr
Gebühr               140,00 €
Referentin             Barbara Huß-Vorholzer      
Pflegefachkraft, Pflegeberaterin

Biografiearbeit ist Erinnerungsarbeit. Die Biografie eines Menschen ist der Schlüssel zu seinem Denken und Handeln im Alter. Um die Menschen in unserem Pflegealltag besser verstehen zu können, ist es wichtig zu wissen, welche Lebensgeschichte hinter welchem Menschen steht. Im Biografiegespräch können Fragen und Antworten z.B. zu den Gewohnheiten, Vorlieben, Hobbies, Beruf, Familie, Heimat, Freundeskreis etc. den Lebensfaden deutlich machen. Es kann durchaus möglich sein, dass eine Melodie, ein Gegenstand, ein Bild, eine Stimme, ein bestimmter Geruch oder ein Essen die BewohnerIn an zurückliegende Ereignisse erinnert und Situationen im Pflegealltag auslöst, die wir auf den ersten Blick nicht nachvollziehen können. Aufgabe der Pflegenden sollte es sein, die Welt aus den Augen der BewohnerIn zu sehen und mögliche Ursachen für deren Verhalten herauszufinden.

Der Kurs setzt sich aus einem Grund- und einen Aufbaukurs zusammen.

Zu erwerbende Kompetenzen

Fachliche Kompetenzen

  • Wissen
    • Grundkenntnisse und Bedeutung der Biografiearbeit und deren Ausrichtung auf die Zukunft kennen
    • Die Dynamik familiärer Systeme und deren Auswirkung auf die professionelle Beziehung kennen
  • Fertigkeiten
    • Informationen als Bezugsperson beobachten, recherchieren, bündeln und austauschen
    • Erworbenes Wissen über die BewohnerIn in den Pflegealltag integrieren und Handlungslogiken erkennen
    • Lebens-, Musik- und Essbiografien erstellen
    • Eine Biografiemappe erstellen und gestalten

Personale Kompetenzen

  • Sozialkompetenzen
    • Gespräche gezielt mit einem Gesprächsleitfaden führen
    • Wissens- und Erfahrungstransfer an das Team weitergeben
  • Selbstkompetenzen
    • Empathische Grundhaltung gegenüber BewohnerInnen und Angehörigen im Biografiegespräch einnehmen
    • Partnerschaftliche Gespräche führen in der die Wahrnehmung und das Respektieren der Privatsphäre im Vordergrund stehen

 

Die kleinen Welt der Menschen mit Demenz
Wir lernen “dementisch” denken, handeln, kommunizieren

 

Termin           Di 10.10.2017           09.00 bis 16.30 Uhr
Gebühr         98,00 €
Referentin      Theres Dängeli     Master der Gerontologie und Dipl. Erwachsenenbildnerin FH

Menschen mit einer Demenzkrankheit können auf Grund der stetig abbauenden kognitiven Fähigkeiten nur noch eine „kleine Welt“ überschauen. Es ist notwendig, dass Menschen, seien es Pflegefachpersonen, Begleitpersonen und Angehörige, die Sprache und das Verhalten der Menschen mit Demenz verstehen können.

Also „dementisch“ denken, „dementisch“ handeln, „dementisch“ kommunizieren

Zu erwerbende Kompetenzen

Fachliche Kompetenzen

Wissen

  • Die Krankheitszeichen einer Demenzkrankheit kennen
  • Sich mit dem Begriff „die kleine Welt“ des Menschen mit Demenz auseinander setzen
  • Die Werte und Normen der älterer Generationen kennen

Fertigkeiten

  • In der Lage sein das „dementische“ Denken, Handeln und Kommunizieren im Alltag zu verstehen
  • Detailliert das Verhalten des Menschen mit Demenz zu analysieren
  • In der Lage sein dem Menschen mit Demenz in seiner „kleinen Welt“ zu unterstützen
  • Die unterschiedlichen Möglichkeiten kennen dem Gegenüber „echtes Interesse“ zu vermitteln

Personale Kompetenzen

Sozialkompetenzen

  • „Tun und Lassen“ im Team fachlich begründen
  • Eine Vorbildfunktion anderen gegenüber übernehmen
  • Eine achtungsvolle Haltung anderen Menschen einnehmen
  • „Echtes Interesse“ für das Lebenswerk ihres Gegenübers haben

Selbstkompetenzen

  • Die TN reflektiert regelmässig ihre tägliche Arbeit mit Menschen
  • Die TN ist fähig verschiedene Blickwinkel einzunehmen und daraus das nötige Verständnis für den anderen Menschen zu entwickeln
  • Die TN ist sich bewusst, dass das „dementisch“ Denken nicht mit ihrem Denken übereinstimmt und kann dies begründen

 

© Die Fähigkeit achtsam mit sich selbst zu sein
Herausforderung in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz

Termin                  auf Anfrage       09.00 bis 16.30 Uhr
Gebühr          98,00 €
Referentin        Maria Urlaub        
Pflegefachkraft, Lehrerin für Gesundheits- und    
                             Krankenpflegeberufe, Dipl. psych. Beraterin ILP®, Sozialfachmanagerin

Die Pflege von Menschen mit Demenz ist für die Pflegefachkräfte, pflegende Angehörige und Menschen, die sich bei der Betreuung engagieren, mit besonderen Herausforderungen verbunden. Dies kann Kreativität erzeugen jedoch auch zu Überlastung und Konflikten im beruflichen oder familiären Umfeld führen. Die damit verbundenen inneren Spannungen können mit vielfältigen Gefühlszuständen wie Ungeduld, Hilflosigkeit, Machtlosigkeit oder Aggression einhergehen. Um innere Spannungen aufzulösen bewährt es sich, achtsam mit sich selbst zu sein und lösungsorientierte selbstwirksambasierte Beratungsmethoden zu nutzen. In diesem Seminar wird die Gelegenheit geboten, die lösungsorientierte Methode „Pacen“ und auch die Methode „Reframing“ - einem Sachverhalt eine neue Bedeutung zu geben – kennenzulernen. Diese Methoden dienen dem Beziehungsaufbau sowie Beziehungserhalt und erweisen sich als Quelle für Ausgeglichenheit und innere Zufriedenheit. 

Zu erwerbende Kompetenzen

Fachkompetenzen

  • Wissen
    • Lösungsorientierte Grundsätze und Leitgedanken kennen
    • Die lösungsorientierte Methode „Pacen“ und „Reframing“ und das personenzentrierte Verständnismodell von Demenz nach T.Kitwood kennen
  • Fertigkeiten
    • Die lösungsorientierte Methode des „Pacen“ - in Verbindung mit der personenzentrierten Sichtweise der Begegnung - zur Beziehungsgestaltung nutzen
    • Durch die Nutzung der lösungsorientierten Methode „Reframing“ Sachverhalten eine neue Bedeutung geben

Personale Kompetenzen

  • Sozialkompetenzen
    • Grundsätze der lösungsorientierten Methoden „Pacen“ und „Reframing“ in der Interaktion mit Menschen mit Demenz berücksichtigen und nach herausfordernden Situationen im Team offen über Gefühle und Bedürfnisse sprechen und Hilfen einfordern
  • Selbstkompetenzen
    • Eigene Gefühle und Bedürfnisse im Umgang mit dementiell erkrankten Menschen wahrnehmen und deren Wirkung in der Interaktion achtsam reflektieren und Sachverhalten, den damit verbundenen Gefühlen eine neue Bedeutung geben und Zufriedenheit erlebe
    • Menschen mit Demenz in einer inneren Haltung begegnen, die lösungsorientierte Leitgedanken und Verständnis für deren Erleben ausstrahlt

 

Das Auge isst mit

Termin          auf Anfrage       09.00 bis 16.30 Uhr
Gebühr          98,00 €
Referentin       Gabi Holzmann
      Hauswirtschaftsleiterin, Fachwirtin für Reinigungs- und
                                                          Hygienemanagement (FIGR), Sozialfachwirtin und
                                                          Dozentin für Hauswirtschaft

Genuss der Mahlzeiten bedeutet sehen, hören, schmecken, fühlen und riechen.

Wie die Mahlzeiten gestaltet werden können, damit die Freude und Lust am Essen

und Genießen erhalten bleibt, werden Sie selbst erfahren. Zudem bekommen Sie Informationen, wie der Geschmack beeinflusst wird und sich im Laufe eines Lebens verändert. Es werden Möglichkeiten der Nahrungsdarbietung für BewohnerInnen und Pflegende vermittelt die sie erleichtern, die Eigenständigkeit fördern und soweit wie möglich erhalten.

Zu erwerbende Kompetenzen

Fachliche Kompetenzen

  • Wissen
    • Eine bedarfsgerechte Verpflegung planen
    • Geeignete Hilfsmittel kennen, um die Eigenständigkeit soweit wie möglich zu erhalten
  • Fertigkeiten
    • Eine bedarfsgerechte Verpflegung gestalten
    • Eine förderliche Atmosphäre bei und für die Essenseinnahme schaffen
    • Geeignete Hilfsmittel bei der Verpflegung einsetzen

Personale Kompetenzen

  • Sozialkompetenzen
    • Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigen
    • Wertschätzender Umgang mit dem Bewohner pflegen
  • Selbstkompetenzen
    • Aufgrund der eigenen Erfahrungen sich auf den Bewohner einstellen können

 

Das demenz-balance-Modell
Durch eigenes Erleben Erkenntnis und Einfühlungsvermögen
für Menschen mit Demenz stärken

Termin          n.A.            9.00 bis 16.30 Uhr.
Gebühr          115,00 € (lizensiert)
Referentin        Monika Bringe
      Diplom-Pädagogin und Leiterin eines häuslichen             
                             Betreuungsdienstes für Menschen mit Demenz                                                                                      Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz (M.A.)     

Verschiedene konzeptionelle Ansätze haben sich in der Arbeit und im Kontakt mit Menschen mit Demenz als für beide Seiten hilfreich erwiesen. Dazu gehört auch der personenzentrierte Ansatz von Tom Kitwood, welcher den theoretischen Hintergrund der Fortbildung bildet.

Menschen mit Demenz verlieren bei fortschreitender Verlauf unter anderem ihre Fähigkeit Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren. Jedoch wissen wir heute, dass Gefühle sowie Affekte und damit einhergehende Bedürfnisse erhalten bleiben. Die Fortbildung setzt beim eigenen Erleben der Teilnehmenden an, um sich diesen Fragestellungen zu nähern. Darauf folgt der Transfer in die Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen.

Zu erwerbende Kompetenzen

Fachliche Kompetenzen

  • Wissen
    • Elementare Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes nach Tom Kitwood kennen
  • Fertigkeiten
    • An der eigenen Person gemachte Erfahrungen in die berufliche Praxis integrieren
    • Gefühle und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz reflektieren und das eigene Reagieren hierauf überprüfen

Personale Kompetenzen

  • Sozialkompetenzen
    • Eigene Erfahrungen und Kenntnisse im Team reflektieren
    • Eigene Haltung von Wertschätzung und Respekt gegenüber den BewohnerInnen vertiefen
  • Selbstkompetenzen
    • Den Wissenserwerb als Beitrag zu persönlichem Wachstum erfahren
    • Eigenes Verhalten reflektieren und es gegebenenfalls auf Grundlage der gemachten eigenen Erfahrungen anpassen

 

Erinnerungspflege´

Termin         Mi 11.10.2017           09.00 bis 16.30 Uhr
Gebühr         98,00 €
Referentin      Theres Dängeli
     Master der Gerontologie und Dipl. Erwachsenenbildnerin FH

Erst die Erinnerungen machen einen Menschen aus. Sein Lebenswerk selbständig zu gestalten ist ein zentrales Anliegen. Die Begleitung und Betreuung soll nicht nur die Körperpflege be-

inhalten, sondern genauso wichtig ist die Seelenpflege, somit die Erinnerungspflege. Jeder Mensch benötigt einen Mitmenschen, der ihm zuhört und echtes Interesse an seinem Leben zeigt. Dadurch gewinnt das Lebenswerk eines Menschen an Wichtigkeit und der Mensch fühlt sich in seiner Würde ernst genommen.

Zu erwerbende Kompetenzen

Fachliche Kompetenzen        

  • Wissen             
    • Sich mit dem Begriff Erinnerungspflege auseinander setzen
    • Verschiedene Möglichkeiten Erinnerungen zu wecken kennen
    • Unterschiedliche Formen der Kommunikation kennen
    • Werte und Normen älterer Generationen kennen
  • Fertigkeiten     
    • Zur Pflege der Erinnerungen verschiedene praktische Methoden anwenden
    • Dem Bewohner ein „menschenwürdiges zu Hause“ gestalten
    • Unterschiedliche Möglichkeiten dem Gegenüber „echtes Interesse“ zu vermitteln

Personale Kompetenzen       

  • Sozialkompetenzen         
    • „Tun und Lassen“ im Team fachlich begründen
    • Eine Vorbildfunktion anderen gegenüber übernehmen
    • Eine achtungsvolle Haltung anderen Menschen einnehmen
    • „Echtes Interesse“ für das Lebenswerk ihres Gegenübers haben
  • Selbstkompetenzen         
    • Regelmäßig ihre tägliche Arbeit mit Menschen reflektieren
    • Verschiedene Blickwinkel einnehmen und daraus das nötige Verständnis für den anderen Menschen entwickeln
    • Sich der Wichtigkeit ihrer eigenen Lebensgeschichte bewusst sein